Sozialdemokratische Partei Langenzersdorf

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Langenzersdorf wird plastikfreie Gemeinde

Zwar hat sich die ÖVP Langenzersdorf bereits vor 8 Jahren auf einem Zeitungsfoto mit der Forderung, nur noch abbaubare Bio-Sackerln zu verwenden, in Szene gesetzt – doch diese sucht man am Bauernmarkt inzwischen vergebens. Ebenso wird Bier beim Maibaumaufstellen bedenkenlos in Wegwerfbechern ausgeschenkt. „Ich fordere daher alle im Langenzersdorfer Gemeinderat vertretenen Parteien auf, endlich seriös und nachhaltig den Weg zur plastikfreien Gemeinde zu verfolgen und auch danach zu handeln“, sagt der Langenzersdorfer SPÖ-Vorsitzende LA a.D. Mag. Wolfgang Motz.
Schützenhilfe erhält er dabei von einer der Vorreiterinnen in Sachen plastikfreie Gemeinde, der Landtags- abgeordenten und Bürgermeisterin Mag. Kerstin Suchan-Mayr, die in ihrer Heimatgemeinde St. Valentin bereits zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht hat. Das begann bei der Schulung von GemeindemitarbeiterInnen, die ihrerseits dann in den einzelnen Abteilungen, in den Vereinen und bei Veranstaltungen beraten haben, wie man Einwegplastik vermeiden und durch wiederverwendbare Mehrwegsysteme ersetzen kann. „Sogar in vielen Getränkeautomaten haben wir jetzt wieder Glas- statt Plastikflaschen und unsere Magazine werden inzwischen ohne Plastikhülle zugesandt, da man den Adressaufkleber ja auch direkt auf die Zeitung geben kann“, nennt Kerstin Suchan-Mayr einige Beispiele. Aber natürlich geht es auch um Vereinsfeste, wo mit etwas mehr Umweltbewusstsein gleich viel weniger Müll entsteht oder um den Einzelhandel, der durchaus gesprächsbereit ist, wenn mehr Kunden ein Aus von unsinnigen Plastikverpackungen fordern – wie der Gurke, die in Folie verpackt ist, obwohl ihr die Natur eine eigene Schutz-Schale mitgegeben hat. Ein Thema, dass man noch lange weiter ausführen könnte.
„Und nachdem St. Valentin und Langenzersdorf ungefähr gleich große Gemeinden sind, müssen wir hier das Rad ja nicht völlig neu erfinden, sondern können Aktionen direkt übernehmen und von den dortigen Erfahrungen profitieren“, sagt SP-Vorsitzender Wolfgang Motz. Wenn man sich vor Augen hält, dass alleine in Österreich jedes Jahr rund 1 Milliarde Plastiksackerl ausgegeben werden – das sind fast 2.000 Sackerl in der Minute – und 9 von 10 Plastiksackerl nur ein einziges Mal benutzt werden, dann sieht man, dass hier viel bewegt werden kann. Und der nächste Schritt müssen dann die Einwegbecher und Plastikflaschen sein, die unsere gelben Tonnen/Säcke zum Überquellen bringen.
Die Langenzersdorfer SPÖ wird die Idee der plastikfreien Gemeinde jedenfalls im Umweltausschuss einbringen und hofft, dass alle politischen Kräften in der Gemeinde einen erfolgreichen, gemeinsamen Weg zur plastikfreien Gemeinde beschreiten werden.
Obendrein macht Mag. Wolfgang Motz den Vorschlag für ein Parteiübereinkommen zum gemeinsamen Verzicht auf die Verteilung von Einwegplastikprodukten (Einwegkugelschreiber, Einwegfeuerzeuge, usw.) sowie plastikverpackten Wahlwerbegeschenken und
Plastiksackerln in der bevorstehenden Gemeinderatswahlwerbung. Die SPÖ Langenzersdorf wird jedenfalls mit gutem Beispiel vorangehen und auf die Verteilung von Einwegplastik verzichten!

Mehr Infos auch auf www.st-valentin.at